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Thermische Desinfektion – sinnvoll?

Die DIWA führt seit 2012 Thermische Desinfektionen nach den Vorgaben des DVGW Arbeitsblattes W 557 zur Keimreduzierung bei Grenzwertüberschreitung (Legionella) durch.
Es handelt sich hierbei um eine vorgeschriebene Sofortmaßnahme zur direkten Gefahrenabwehr der Bewohner und nicht, wie oft angenommen, um eine Sanierungsmaßnahme, z.B. aufgrund einer Gefährdungsanalyse.

Hintergrund ist die kurzfristige Reduzierung der Gesamtkeimzahl, um die Gefahr für die Bewohner möglichst niedrig zu halten.

Um den Erfolg dieser Maßnahme zu bewerten, haben wir die letzten 100 Thermischen Desinfektionen für Sie auf Herz und Nieren geprüft.

Hier stellen wir Ihnen die Erkenntnisse zur Verfügung.

Die Ergebnisse

Von diesen 100 kontaminierten Objekten hatten 48% eine mittlere Kontamination. Mehr als die Hälfte der kontaminierten Objekte weisen eine hohe bis extrem hohe Kontamination auf (siehe Grafik 1).

 

Grafik 1: Höhe der Kontamination bei der letzten Probenahme vor der Thermischen Desinfektion

Nach der Thermischen Desinfektion weisen 70% der Objekte keine Kontamination mehr auf. 19% weisen eine mittlere Kontamination auf, 9% eine hohe Kontamination und lediglich 2% weisen eine extrem hohe Kontamination auf
(siehe Grafik 2).

Grafik 2: Höhe der Kontamination bei der 1. Nachuntersuchung nach der Thermischer Desinfektion

 

Die Wirksamkeitsquote der Thermischen Desinfektion liegt über 70%.

Somit ist klar erkennbar, dass die Thermische Desinfektion eine sinnvolle und erfolgreiche Desinfektionsmethode als Sofortmaßnahme ist, um Kontaminationen schnellstmöglich und kurzfristig zu reduzieren.

Darüber hinaus ist die Erfolgsquote weit höher als die einer chemischen Desinfektion.

Die Thermische Desinfektion steht oftmals unter der Kritik, Korrosionsschäden in den Leitungen, insbesondere bei verzinkten Stahlleitungen, zu verursachen.

Grundsätzlich kann man bei jeglichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen Schäden aufgrund der Belastungen nicht ausschließen.

Bei diesen 100 durchgeführten Thermischen Desinfektionen wurde uns kein einziger Schadensfall an der Installation gemeldet. Dies ist unter anderem auch darauf zurückzuführen, dass wir einen Vorab-Check durchführen. Ein Techniker der DIWA. Gruppe begutachtet im Vorfeld die Installation und prüft, ob diese für eine Thermische Desinfektion grundsätzlich geeignet sind. Sollten die Leitungen für eine Thermische Desinfektion nicht geeignet sein, lehnen wir den Auftrag ab und besprechen mit Ihnen andere Möglichkeiten zur Gefahrenabwehr.

Da die DIWA. Gruppe alle zugelassenen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Angebot hat, können wir Ihnen alle Methoden anbieten und bundesweit leisten.

 

Wichtig: Die Thermische Desinfektion ersetzt KEINE Sanierung, sondern ist eine vorgeschriebene, kurzfristige Sofortmaßnahme!

 

 

Anhang

Die Prüf- und Messmethoden
1. Die Probenahme und labortechnische Untersuchung wurde nach § 15. TrinkwV und DIN 19458 durchgeführt.
2. Die Temperaturerfassung erfolgte mit einem vom Labor geeichten Thermometer der Marke Traceable.
3. Es wurden KEINE zusätzlichen Reinigungsmaßnahmen zum Abtragen des Biofilms, durch z.B. Druck-Wasser-Spülung, gemacht.
4. Es wurden keinerlei Umbauten oder Sanierungsarbeiten durchgeführt.

 

Zur Thermischen Desinfektion
Die Grundlagen der Thermischen Desinfektion erfolgten nach DVGW Arbeitsblatt W 557.
1. Temperaturkonstanz in der Installation > 70 Grad Celsius über den gesamten Zeitraum der Desinfektion
2. Spülen jeder Entnahmestelle mit > 70 Grad Celsius für mindestens 3 Minuten
3. Erstellen eines Spülprotokolls
4. Einsatz im Einzelfall der DIWA Heißwasserstationen I, II und III
5. Thermische Desinfektion zertifiziert nach EN ISO 9001: 2015/ISO EN 14001: 2004