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Informationen zu den wichtigen Änderungen der 4. Novellierung der Trinkwasserverordnung

Die Trinkwasserverordnung wurde am 15.12.2017 bei der Sitzung des Bundesrates zum 4. Mal novelliert. Die Novellierung setzt hierbei vor allem auf Klärung eigentlich bereits bestehender Regelungen, die von einzelnen Anbietern in der Vergangenheit sehr weit ausgelegt wurden.

Zu den wesentlichen Änderungen für Immobilieneigentümer und Verwalter zählen vor allem:

– Die Labore sind nun gesetzlich verpflichtet, positive Befunde direkt an das jeweils zuständige Gesundheitsamt zu senden. Fachunternehmen, die die Kommunikation mit den Behörden im Auftrag der Eigentümer/Verwalter führen, werden somit noch wichtiger.

– Die in den jeweiligen Landeslisten geführten Labore müssen die Aufsicht sowohl über die Analytik, als auch über die Probenahme haben. Ein Auftrag über die Umsetzung der Trinkwasseruntersuchung muss deshalb so geschlossen werden, dass das Labor direkt beauftragt wird. Dieses darf dann mit Unternehmen, die in das Qualitätsmanagement-System zur Probenahme eingebunden sind, arbeiten.

– Bei neu gebauten Objekten hat die Erstuntersuchung zur Umsetzung der Trinkwasserverordnung in den ersten 3 bis 12 Monaten nach Fertigstellung zu erfolgen.

– Neu definiert wird der Begriff der Gefährdungsanalyse. Dieser deckt sich nun völlig mit der neuen Richtlinie VDI/BTGA/ZVSHK 6023-2. Gefährdungsanalysen, die nicht dem Umfang und der inhaltlichen Tiefe der VDI 6023-2 entsprechen, sollten deshalb von Gesundheitsämtern nicht mehr anerkannt werden. Dies soll verhindern, dass teils sehr kurze oder handschriftliche Gefälligkeitsgutachten von unqualifizierten „Sachverständigen“ oder selbsternannten „Technikern “ durchgeführt werden.

– Wichtig ist vor allem bei § 17 der neue Absatz 7. Dieser besagt, dass „Bei der Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trinkwasser keine Stoffe oder Gegenstände in Kontakt mit dem Roh- oder Trinkwasser gebracht werden und keine physikalischen oder chemischen Verfahren eingesetzt werden dürfen, die bestimmungsgemäß nicht der Trinkwasserversorgung dienen. Bereits eingebrachte Stoffe oder Gegenstände sowie eingesetzte Verfahren dürfen bis zu zwei Kalenderjahre nach Inkrafttreten dieser Verordnung weiterverwendet werden.“ Dies schließt Dauerdesinfektionen und esoterische Lösungen aus, die im Zuge der Umsetzung der Trinkwasserverordnung vermehrt angeboten werden.

Die Änderungen zeigen, dass der Gesetzgeber den Fokus auf eine richtlinienkonforme Abwicklung richtet. Somit wird die Position von Fachunternehmen, die im Auftrag von Verwaltern und Eigentümern die Kommunikation mit dem Gesundheitsamt führen sowie zertifiziertes Personal zur Durchführung der Sofort- und Dekontaminationsmaßnahmen vorhalten, gestärkt.

Das Leistungsangebot der DIWA Gruppe wird dadurch erwartungsgemäß bestätigt.

Die genaue Drucksache der 4. Novellierung der Trinkwasserverordnungen finden Sie unter:
https://www.bundesrat.de

Für weitere Fragen, wenden Sie sich gerne an:

Maximilian Mertens
DIWA – Institut für Wasseranalytik GmbH
Auf der Gröb 6
83064 Raubling

Telefon:          08035/9549290
E-Mail:            maximilian.mertens@diwa-gruppe.de